Silvesterkonzert
Die Tradition des Orgelkonzertes am Altjahresabend begann im Jahre 1979, als der junge
Kantor Dieter Glös die einzigartige historische Barockorgel von Joachim Wagner einem
breiteren Publikum öffnete. So auch Silvester 2024. Viele Angermünder und Gäste pilgerten
zum Kirchplatz ins Angermünder Zentrum in die Marienkirche. Mit zauberhaften Klängen
und mitreißenden Schlußsätzen luden Kantorin Maria Schella und Trompeter Michael Netzker
zahlreiche Besucher ein, das Jahr gemeinsam musikalisch zu verabschieden.
Holger Schella begleitete das Programm mit literarischen Texten. Das bekannte Prelude
du „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier eröffnete die musikalische Stunde gefolgt von
der beliebten Suite D-Dur von Georg Friedrich Händel aus der „Wassermusik“. Im Wechsel-
und Zusammenspiel von Trompete und Orgel wurden wir mitgenommen in eine
wunderbare Klangvielfalt. In der anspruchsvollen Toccata F-Dur von Johann Sebastian Bach
überzeugte Maria Schella sowohl in den Kanonsätzen als auch in den virtuosen Pedalsoli.
Aus den „Neun Stücken“ (1986) von Jean Langlais für Trompete und Orgel erklangen drei:
Nr. 2, 3 und 7. Der Hymnus „Virgo Dei Genitrix“ (Muttergottes) von 1512 erstrahlte in der
Orgelversion von Enrico Maria Ferrando.
Mit meinem Lieblingschoral „Jesus bleibet meine Freude“ aus der Kantate „Herz und Mund und
Tat und Leben“ von J. S. Bach beendeten beide Interpreten eindrucksvoll das Konzert.
Am Ausgang gab es mit einem Glas Sekt oder Saft Möglichkeiten des
Austausches und des Betrachtens der Feuerwerksblumen am Himmel.
Andrea Glös-Hiller
Gottes Sohn ist Mensch geborn
Heiligabend 2024, wieder ein Highlight im Klangraum Angermünde.
Auch in diesem Jahr gab es in der Christnacht wieder ein musikalisches Highlight zu erleben.
Für mich schon eine liebgewordene Tradition: Die „Musik zur Christnacht“ um 22:00 Uhr in
der Marienkirche in Angermünde. Nach einer wunderschönen Christvesper mit Krippenspiel
in unserer Dorfkirche in Neukünkendorf war für mich die Musik zur Christnacht ein Muss. Das
Spiel der Orgel mit Pauken und Trompeten, der wunderschöne Sologesang unserer Kantorin
Maria, begleitet von Holger Schella sowie die gemeinsam gesungenen Lieder erwärmten
mein Herz. Tief berührte mich Holger`s Andacht.
Danke für eine schöne Nacht an Maria und Holger Schella.
Steffen Bernsee
Musik am Ewigkeitssontag
Noch heute hängt Psalm 126 an unserem Kühlschrank und erinnert an einen ganz besonderen
Gottesdienst am Ewigkeitssonntag. Wunderbare Streicherklänge mit den warmen und satten
Harmonien bekannter Komponisten der Romantik erfüllten das Kirchenschiff. Kantorin Maria
Schella leitete das Hauptsstadtsinfonieorchester aus Berlin, das mit seiner Musik die Herzen
der Gemeinde berührte. Ebenso eindrücklich war die Predigt von Jonathan Schmidt, der mit
der These überraschte, dass Träume Realität sind. „Die mit Tränen säen, werden mit Freun-
den ernten“ Ps 122,5. So begleiten uns unsere Träume, unsere Erinnerungen und all das, was
wir mit unseren Verstorbenen erlebt haben und es verschwimmen die Grenzen zwischen
Leben und Tod. Eine tröstliche Predigt über die Kraft der Liebe, die über den Tod hinaus reicht.
Dieser Trost war auch in der Komposition von Sibelius´ Impromptu für Streicher spürbar, das
mit den letzten Worten der Predigt verschmolz und die Gemeinde durch Gedenken, Gedan-
ken und Dankbarkeit führte. Der Gottesdienst endete mit dem „Pie Jesu“ – einem Teil der
lateinischen Totenmesse mit der Bitte: „Gib ihnen Ruhe“. Am Ausgang durften wir den Psalm
mitnehmen, Ermutigung und die Gewissheit in Gottes Liebe aufgehoben zu sein.
Tina Prager
Einführungsgottesdienst
Dankbarkeit und Vorfreude – zwei Begriffe, die sehr gut beschreiben, wie es mir am Tag
meines Einführungsgottesdienstes erging.
Am 24. September war es endlich soweit und ich wurde in das Amt als Kirchenmusikerin
eingeführt.
Es war ein schöner Gottesdienst. Einmal dank des Superintendenten Müller-Zetzsche i. R.,
sowie des Kreiskantors Hannes Ludwig, aber auch dank der zahlreichen Unterstützung
der Gemeinde.
Ich möchte versuchen einige aufzuzählen:
- Der Einsatz unseres Pfarrers Jonathan Schmidt, sowohl mit seiner
inspirierenden Predigt als auch als Unterstützung im Posaunenchor und Kirchenchor. - Der wunderbare Beitrag von Clara und Nicole Mehnert im Gesang und der
Unterstützung der von Matthias Mehnert im Chor. - Der Kirchenchor, wie auch der Posaunenchor, die den Gottesdienst so schön
musikalisch bestückt haben. - Und natürlich diejenigen, die dabei geholfen haben, dass nach dem Gottesdienst
alles so wunderbar gedeckt ist.
Auch wenn diese Aufzählung nicht vollständig ist, so möchte ich betonen, wie gerührt und
gleichzeitig voller Tatendrang ich bin. Denn auf eines bin ich in unserer Gemeinde besonders
gestoßen: Dankbarkeit. Die Dankbarkeit über das, was bis jetzt alles an kirchenmusikalischer
Arbeit passiert ist. Das freut mich sehr und ich kann Ihnen versichern: Da kommt noch mehr!
Auch wenn dieses Jahr noch nicht zu Ende ist, so sind schon für das nächste Jahr zahlreiche
Veranstaltungen, mit Künstlern wie Gerhard Schöne und Ensembles wie Gregorian Voice
geplant. Sogleich möchte ich daran erinnern: Wenn Sie Wünsche und Anregungen haben,
kommen Sie jederzeit auf mich zu. Denn einige Veranstaltungen, die in Planung stehen kommen
aus eben solchen Wünschen, die von den Menschen unserer Gemeinde geäußert wurden.
Ich freue mich über weitere gute Mitarbeit mit allen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen, den
OKR und dem GKR und freue mich zudem, meiner Verkündigungsarbeit mithilfe der Musik in
dieser Gemeinde für eine lange Zeit nachgehen zu können, so Gott will. Doch ich bin sicher, mit
Gottes Hilfe und einer guten Zusammenarbeit aller wird das klappen.
Kantorin Maria Schella